ANGY EITER

Bouldern / Sportklettern

Geburtstag: 27.01.86
Heimat: Imst/Tirol
Aktueller Wohnort: Tarrenz
Gr??e: 154 cm
Armspanne: 158 cm
Ape-Index: 1,026
Bei EDELRID seit: 2007
Sponsoren: EDELRID, Imst Tourismus, La Sportiva, Red Bull
KARRIERE HIGHLIGHTS
  • 4-fache Weltmeisterin (2005,07,11,12), 3x Gesamtweltcupsiegerin Lead (2004,05,06), Gesamtweltcupsieg combined 2006, 25 Einzelweltcupsiege, Europameisterin 2010, 6x Rock Masterin (2003,04,05,07,09,12), Sieg bei den World Games 2005

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  • ?9b La Planta de Shiva", Villanueva del Rosario (Sp), "9a Hades", Nassereith (AUT), "9a Big Hammer", Pinswang (AUT), "8c+ Zauberfee" in Arco (Italy), "8c+ Nostalgischer Bastard" in Prutz (AUT), "8c+ Hercules" in Nassereith (AUT), "9a Pure Dreaming", Massone (IT)
Angy Eiter Karriere Highlights Klettern Edelrid
INTERVIEW
Klettern
Wann und wie hast du mit dem Klettern angefangen? Was hat dich so am Sport gefesselt, dass du dabei geblieben bist?
Mit 11 Jahren habe ich den Klettersport entdeckt. Seither hat mich dieser Sport in seinen Bann gezogen. Durch die vielf?ltigen Bewegungen, Gebiete und Routen finde ich stets Abwechslung und neue Motivation, mich den r?tselhaften Aufgaben zu stellen.
Wer war in deiner Kindheit dein Held/deine Heldin für dich?
In meinen Anf?ngen gab es viele Kletterpioniere, die mich faszinierten wie z.B. Wolfgang Güllich, Lynn Hill oder Francois Legrand.
Siehst du dich jetzt selbst manchmal als Vorbild für andere? Wie beeinflusst es dich, dass andere Kletterer zu dir aufsehen?
Es gibt Leute, für die ich ein Vorbild bin und für andere eben nicht. Wichtig ist mir, dass meine Botschaften verbreitet werden und vor allem den Kletternachwuchs anspornen.
Was waren die wichtigsten Meilensteine in Deinem Leben (klettertechnisch und lebensphilosophisch)? Waren dir diese immer sofort bewusst, oder erst im Nachhinein?
Ich sage: "Carpe Diem!". Ich m?chte im Hier und Jetzt leben und mich von meinen Langzeitpl?nen verabschieden. Das Leben ist verg?nglich und fordert, dass ich stets flexibel reagiere.
Was waren deine gr??ten Misserfolge, Rückschl?ge, oder schlimmsten Verletzungen? Wie gehst du damit um und wie bist du davon zurückgekommen?
Meine Schulterverletzung im Jahre 2008 warf mich sechs Monate vom Klettersport zurück. Es folgte ein harter Kampf, wieder den Anschluss an die Weltspitze zu finden. Der eigene Wille und der soziale Beistand von Familie und Freunden waren hier ma?gebend.
Was ist deine beste Klettergeschichte / dein bestes Klettererlebnis?
2011 wurde ich in Arco zum dritten mal Weltmeisterin. Die Finalroute hatte einen vermeintlichen Sprung, den ich auf kreative Art und Weise - mit den Beinen voran - umgangen habe. Es war ein unglaubliches Gefühl, das ich auch heute noch so lebendig spüre wie damals.
Training
Hast du einen Trainingsplan, oder eine bestimmte Einteilung wann und wie du trainierst?
Als Wettkampfkletterin trainierte ich planm??ig. Mittlerweile horche ich auf meinen K?rper und Geist und trainiere anhand meines aktuellen Empfindens.
Was sind deine Tipps zum Trainieren für jedermann?
Mein Grundprinzip lautet: Abwechslungsreich trainieren. Das gilt für die Routenauswahl ebenso wie für diverse Kraftübungen.
Was bedeutet für dich die Kletterhalle im Vergleich zum Fels?
Die Halle bietet Schutz und brauchbare Trainingsm?glichkeiten. Am Felsen erlebe ich das Abenteuer und kann frische Energien aus den natürlichen Elementen sch?pfen.
Wie viel vom Erfolg als professioneller Kletterer ist vom reinen Kletterk?nnen abh?ngig und wie viel davon wie man sich als Person/Marke verkauft?
Als Profi-Kletterer muss ich in vielen medialen Bereichen aktiv sein, um von meinem Kletterk?nnen leben zu k?nnen.
Psychologie des Kletterns
Kann es theoretisch jeder schaffen einen einarmigen Klimmzug zu machen und auf dem Eiger/Matterhorn zu stehen, oder muss man dafür geboren sein?
Die wichtigsten Erfolgsfaktoren sind meiner Meinung nach die Leidenschaft, der Wille und der Glaube an sich selbst.
Wie wichtig ist es sich als Sportler Ziele zu setzen? Welche Ziele hast du sowohl für das Klettern als auch für den Alltag gesetzt?
Ich mag Ziele, denn Sie geben mir eine Richtung vor. Allgemein gesehen m?chte ich ein gesundes aktives Leben führen, damit ich dem Klettern und auch meinen engsten Mitmenschen noch lange erhalten bleibe.
Wie gehst du mit einem extrem schweren Kletterproblem um? Bist du schnell frustriert, oder motivieren dich diese nur umso mehr?
Grunds?tzlich liebe ich die Herausforderung. Sobald sie aber zu stark auf's Gemüt oder auf die Gesundheit schl?gt, ist es Zeit, Abstand zu nehmen. Erst wenn die verpufften Energien wieder aufgeladen sind, komme ich zurück.
Zukunft des Klettersports/Bergsports
Gibt es etwas, das du an der aktuellen Kletterszene am liebsten ?ndern würdest?
Die heutige Klettercommunity orientiert sich oft zu stark an den Schwierigkeitsgraden. Als ehemalige Wettkampfkletterin ist dieses Leistungsdenken auch fest in meiner Pers?nlichkeit verankert. Insofern ist es mir wichtig, die Naturverbundenheit, den Spa? und die Leidenschaft für den Sport im Auge zu behalten.
Wo siehst du den Klettersport/Bergsport in den n?chsten Jahren, was wird sich ver?ndern und was wird deine Rolle dabei sein?
Ich denke der aktuell h?chste Schwierigkeitsgrad wird nochmals etwas gepusht. Die Dichte an starken Kletterern wird gr??er. Meine Aufgabe wird es sein, andere auf ihrem Weg zu unterstützen.
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